Ron ist bei Kaia Health für den Kontakt mit den Ärzt:innen in Deutschland verantwortlich. In seiner Freizeit ist er sehr aktiv und schreibt hier über seine Erfahrung mit Rückenschmerzen und Beachvolleyball.
Beachvolleyball macht unheimlich viel Spaß und fördert sowohl die körperliche Fitness als auch die Teamarbeit. Dazu kommt, dass Beachvolleyball durch den Sand im Vergleich zu anderen Sportarten die Gelenke weniger belastet.
Für mich war klar, dass ich mit dem Beachvolleyball beginnen wollte! Als leidenschaftlicher Beachvolleyballspieler weiß ich heute, wie faszinierend dieser Sport sein kann – das Adrenalin, der Sand unter den Füßen, das Teamgefühl. Doch wie sieht es aus, wenn der Rücken schmerzt? Viele fragen sich, ob Beachvolleyball Rückenschmerzen verursachen oder bestehende Beschwerden verschlimmern kann. Genau diesen Fragen gehe ich nach und erkläre, worauf du achten solltest, um das Spiel zu genießen!
Das Wichtigste vorweg: Wenn du Rückenschmerzen hast, kann Beachvolleyball sowohl vorteilhaft als auch problematisch sein. Einerseits federt der weiche Sand die Stöße ab, wodurch die Gelenke und Bandscheiben weniger belastet werden. Andererseits ist das Spiel sehr kraftvoll und fordert insbesondere deinen Rücken. Ich habe mir alle Vor- und Nachteile genau angeschaut.
Beachvolleyball wird, wie der Name schon sagt, im Sand gespielt. Egal, ob am Sandstrand oder in der Halle – der weiche Untergrund ist gut für die Gelenke. Wenn du Rückenprobleme hast, ist Beachvolleyball eine schonendere Sportart als andere Ballsportarten, die auf hartem Boden gespielt werden.1
Durch das Spielen im Sand wird außerdem die Muskulatur gestärkt, da der unebene Untergrund eine ständige Stabilisierung erfordert.2 Diese Stabilität fördert eine kräftige Rumpfmuskulatur, die wiederum deinen Rücken unterstützt.
Zusätzlich hilft regelmäßige Bewegung die Rückenmuskulatur zu stärken und Rückenschmerzen langfristig zu lindern.3 Ein großer Vorteil von Beachvolleyball: Jedes Match ist ein echtes Ganzkörper-Workout!
Neben dem Verletzungsrisiko können schnelle Richtungswechsel, Abwehr- und Angriffssituationen den Rücken stark beanspruchen.
Zusätzlich werden bei Sprüngen und Landungen die Bandscheiben immer wieder zusammengepresst. Dadurch verlieren sie langfristig Flüssigkeit und somit an Elastizität, was das Risiko für Bandscheibenvorfälle erhöht. Das betrifft vor allem jene, die schnell in einer hohen Intensität trainieren und eventuell über Jahre auf professionellem Level spielen.7
Falsch ausgeführte Bewegungen können ebenso zu Schmerzen führen – eine kurze Überstreckung beim Aufschlag oder eine unkontrollierte Überstreckung der Lendenwirbelsäule beim Zuspiel können den Rücken belasten und bestehende Schmerzen intensivieren.4
Ich empfehle dir, folgende Maßnahmen zu beachten, wenn du das Risiko von Rückenschmerzen durch Beachvolleyball minimieren möchtest:
Aufwärmen: Vor dem Spiel solltest du ein gründliches Warm-up durchführen, um deine Muskeln auf das Spiel vorzubereiten und Verletzungen vorzubeugen.6 Spezielle Mobilisationsübungen für den Rücken oder aktiv dynamisches Dehnen können das Verletzungsrisiko deutlich reduzieren.
Richtige Technik: Die richtige Technik beim oberen Zuspiel, Schmettern und Blocken ist entscheidend, um den Rücken nicht unnötig zu belasten. Mit einer guten Körperhaltung und -spannung kannst du deinen Rücken unterstützen.
Krafttraining: Auch abseits des Spielfelds kannst du etwas für deine Performance tun! Mit regelmäßigem Krafttraining, insbesondere für die Rumpf- und Rückenmuskulatur, hältst du deinen Rücken gesund und förderst deine Stabilität.
Pausen einlegen: Bei ersten Anzeichen von Schmerzen solltest du sofort Pausen einlegen oder dein Training entsprechend ausgleichend anpassen. Es ist wichtig, auf deinen Körper zu hören und Überlastungen zu vermeiden.
Ärztliche Beratung: Wenn du Rückenschmerzen hast, solltest du vor Beginn einer neuen Sportart mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin sprechen. So kannst du neben der Abwägung möglicher Risiken auch individuelle Empfehlungen erhalten.
Obwohl Beachvolleyball für den Rücken Vorteile bietet, kann gleichzeitig das Verletzungsrisiko steigen. Grundsätzlich ist es möglich, diesen Sport mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen auszuüben. Ein gezieltes Warm-up, die richtige Technik und regelmäßiges Krafttraining können dir helfen, Rückenschmerzen zu vermeiden. Wenn du bereits Rückenprobleme hast, solltest du jedoch ärztlicher Rat eingeholen, bevor du mit dem Beachvolleyball beginnst.
Ich empfehle dir außerdem, deine Technik immer wieder zu optimieren, damit du möglichst lange und schmerzfrei Spaß auf dem Feld hast!
Ron ist bei Kaia Health für den Kontakt mit den Ärzt:innen in Deutschland verantwortlich. In seiner Freizeit ist er sehr aktiv und schreibt hier über seine Erfahrung mit Rückenschmerzen und Beachvolleyball.
Angela ist unsere Physiotherapeutin bei Kaia Health und arbeitet bis heute in der Behandlung am Mensch. Sie ist deshalb unsere Expertin wenn es um Fragen zur Physiotherapie, Bewegung und Behandlung geht!